TV Dürkheim 1860 e.V.
TV Dürkheim 1860 e.V.

1. Hilfekurs beim TVD

„Ansprechen – anfassen – anschauen, ich hole mir die Informationen, die ich brauche.“ Dieser Merksatz war am vergangenen Samstag gefühlte 50 Mal im Gymnastikraum der Turnhalle des TV Dürkheim in der Eichstraße zu hören. Und nicht ohne Grund wiederholte Rolf Pfister, beim DRK Bad Dürkheim zuständig für die Breitenausbildung, ihn einem Mantra ähnlich immer wieder, fasst er doch zusammen, was sogenannte Erst- oder LaienhelferInnen im Fall des Falles beachten müssen: Eine offensichtlich hilfsbedürftige Person zunächst laut ansprechen, sie sodann vorsichtig anfassen, um festzustellen, ob sie bei Bewusstsein ist, oder um beispielsweise bei einem Schock beruhigend auf sie einwirken zu können, und sie zudem stets genau anschauen, um Veränderungen des Zustandes sofort erfassen und angemessen darauf reagieren zu können.

Wo so viele Menschen sich sportlich betätigen wie beim TVD, da bleiben kleine oder größere Verletzungen im Training und bei Wettkämpfen nicht aus, welche die ÜbungsleiterInnen und HelferInnen angemessen versorgen sollen. Und auch die immer zahlreicheren älteren Semester im Verein lassen es angeraten sein, auf Ausnahmesituationen wie eine Herzattacke vorbereitet zu sein. Hängt da doch seit kurzem ein Defibrillator im Haus, aber wie um Himmels willen bedient man den???

Mit einer kurzweiligen Präsentation, aufgelockert durch anschauliche Kurzfilme und humorvolle Einlassungen („Ich werde Sie ab und zu mal aufs Glatteis führen!“) und unterbrochen durch praktische Übungsphasen führte Rolf Pfister die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ganzen Tag lang durch die zahlreichen Themen der Ersten Hilfe. Da wurde über Notrufnummern und Kostenübernahme spekuliert, der lebensrettende Griff und die stabile Seitenlage durchgeführt, alle möglichen Körperteile wurden gegenseitig mit dramatisch aussehenden Verbänden versehen und zu guter Letzt wurde mit einem Puppentorso die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt. Letzteres war sicher der am meisten angstbesetzte Punkt des Lehrplans. „Was, so tief reindrücken?“ – „Lieber durch den Mund oder durch die Nase beatmen?“ Rolf Pfister rät zum Weg über die Nase. Dass im Fall eines Falles der „Defi“ uns tatsächlich per gesprochenen Anweisungen durch die Wiederbelebungsmaßnahmen leiten würde, hat eine gewisse Beruhigung verströmt und dass wir den Stromstoß keinesfalls auslösen sollen, wenn Wasser im Spiel ist, werden wir sicher nie vergessen.

„Das war ein guter Kurs!“ – „So was sollten wir regelmäßig durchführen!“ Zwar hoffen alle 14 letztlich, dass sie nie in die Lage kommen, das Gelernte in die Tat umsetzen zu müssen, aber wenn der Fall eintreten sollte, werden sich sicher alle ein Herz fassen und beherzt handeln, um möglichen Schaden von einer Person abzuwenden. Ansprechen – anfassen – anschauen…

Marion Kling

Druckversion Druckversion | Sitemap
© TV Dürkheim e.V.